V wie Vorschulprojekt

Im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung nehmen alle Kinder die eingeschult werden an einem Projekt zur Vorbereitung auf die Schule teil.
Eröffnet wird das letzte Jahr für die Kinder mit dem gemeinsamen Besuch des Einschulungsgottesdienstes der Kinder, die gerade verabschiedet wurden. Ein erstes Bewusstsein für ihre neue Rolle als Große wird wach, eine Rolle in die sie im Laufe des Projektes mehr und mehr hineinwachsen.

 

Grundlegendes Ziel für das letzte Kindergartenjahr ist es, die Kinder in ihrer Persönlichkeit so zu stärken, dass sie den anspruchsvollen Wechsel in die Schule gut bewältigen können und sich den Anforderungen im Schulalltag gewachsen fühlen.


tl_files/Kita/Kindertagesstaette/AZ/Vorschule_1.JPGIn der Gruppe der Gleichaltrigen erleben sich die Kinder anders als in der altersgemischten Kindergartengruppe und erfahren neue Herausforderungen und Gruppengefühle. Förderung der Persönlichkeit heißt für uns auch den Kindern zu helfen ein realistisches Selbstbild aufzubauen, ein gesundes Selbstbewusstsein für die eigenen Grenzen und Möglichkeiten zu entwickeln, Fremdkritik zu erfahren und sich in der Eigenwahrnehmung zu üben. Auch im Vorschulprojekt streben wir nach einer individuellen Förderung, die sich der Gruppe ihren Interessen und Bedürfnissen anpasst.

 

So ist kein Jahrgang wie der andere. 


Die Kinder erfahren sich auch als Große, in dem wir sie in ihrer Eigenverantwortung fordern und sie zunehmend in die Verantwortung für die Gemeinschaft im Haus mit einbeziehen. Im Kindergartenalltag übernehmen sie Telefondienst, machen Botengänge ins Pfarrbüro die nahegelegene Pestalozzischule und das Altenheim. Sie tragen als Paten mit dazu bei, dass neue Kinder sich besser zurecht finden und werden zunehmend stärker in Entscheidungen mit einbezogen. In der „Schulgruppe“ erhalten sie kleine Hausaufgaben, die sie umsetzen und gegebenenfalls ihren Eltern vermitteln müssen. Besonders wichtig ist es die Freude am Lernen und den eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten noch stärker zu wecken und zu unterstützen. Wir versuchen den Kindern dabei zu vermitteln, dass zum Lernen dazu gehört etwas mutig auszuprobieren, dass Fehler ein wichtiger Teil auf dem Weg zum Erfolg sein können und dass man mit Ausdauer am Ball bleiben muss wenn man etwas richtig können möchte.

 

Der Schlüssel zu vielem liegt in der Kommunikation, daher fordern und fördern wir noch einmal verstärkt die Sprache, das Zuhören, die Sprechbereitschaft sowie Wortschatz und Ausdruck der Kinder. Unsere Angebote gestalten wir so, dass möglichst die gesamte Person des Kindes angesprochen ist, mit all seinen Sinnen, mit Körper, Geist und Seele.

 

Ein wichtiger Höhepunkt mit den Großen ist die übernachtung im Kindergarten, die wir alle, Kinder und MitarbeiterInnen, jedes Jahr mit viel Spannung erwarten. Es macht uns großen Spaß immer wieder für jede Gruppe das passende Thema vorzubereiten und diese Nacht zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Hier ein paar Beispiele aus der Vergangenheit:

  • Römerfest
  • Indianerstammestreffen
  • Nacht der Dedektive
  • Märchennacht
  • Sippentreffen in der Steinzeit
  • Wo die Wilden Kerle wohnen
  • Ritterfest
  • etc.

Zu einem gelingenden Wechsel vom Kindergarten in die Schule gehört ein erstes Hineinschnuppern in den Schulalltag und ein bewusstes Abschiednehmen vom Kindergarten. Gemeinsam mit den „Schulkinden“ und ihren Eltern planen und gestalten wir den Abschied am Ende des Kindergartenjahres